Offener Brief an alle „Funktions- und Mandatsträger“ Teil 2.

Wir sind jetzt an einem Punkte angelangt, wo mir weiteres Zuwarten auf Ihre Besinnung nicht mehr möglich ist.  Ich schrieb ganz zu Anfang meines Excurses in Ihre Welt:  Ich werde Rücksichten üben, soweit als das möglich ist. Mir ist nicht daran gelegen, irgendeinen Menschen zu verletzen.               So, wie Sie die Dinge hier voranzutreiben gedenken,  ist mir weitere Rücksichtnahme und weiteres Zuwarten nicht mehr möglich.

Ich möchte, dass Sie wissen, das ich mir in einem hohen Maße darüber bewußt bin, daß ich mit meinem Tun, meinem Schreiben, in Ihre parteipolitischen und sonstigen „Karrieren“,  in die Lebensplanung vieler Menschen eingreifen werde.

Ich durchkreuze die Pläne eines Millionenspieles und bin mir völlig darüber im Klaren, was das für Sie, für Andere und für mich bedeutet. Und ich bin mir auch darüber im Klaren, daß die Damen und Herren Stadträte unter den Feinden, die ich mir machen könnte, die Geringsten sind.  Ob wir einander zukünftig freundlich oder feindlich gegenübertreten, daß hängt von mir nicht ab.  Es ist einzig Ihre Sache, wie Sie meine Handlungen, die ich als Aufklärung bezeichnen möchte, auffassen.

Mir ist auch gegenwärtig, in welch eine unangenehme Lage ich Sie seit einiger Zeit schon bringe, wie unwohl Sie sich fühlen müssen, nie wissend, auf was und wieviel davon, ich jeweils zu schreiben kommen werde. Mir ist die menschliche Dimension all dessen deutlich, was ich tue. Und ich bedauere sehr, dazu gezwungen zu sein.

Ich habe auch erfahren, mit welchem Hass man Menschen entgegentritt, die, wie ich, das Schweigen brechen und ich kann jeden verstehen, der mit sich noch ringt, und nicht weiß, ob er Gleiches wagen will.

Viele Menschen, auch in verantwortlichen Positionen, sehen sich „gebunden“. Sie sehen zwar die Auswirkungen, die das, was Sie tun, außerhalb Ihres Verantwortungsbereiches haben, wo und wie sie also auf das ganze Gemeinwesen schädigend wirken. Sie sehen sich aber in der Verpflichtung, ausschließlich die Interessen des „Konzerns Duisburg“ wahrzunehmen – selbst dann, wenn das ihrer „Unternehmung“ wesensfremd ist und zum Schaden gereicht. Ihnen sind, wie Sie sagen, die Hände gebunden.

Ich kann nachvollziehen, was Sie dazu bewegt. Die Angst vor Repressalien ist für sie eine existentielle Angst.  Sie zu überwinden kann eine soziale Herabstufung bedeuten, Einkommenseinbußen nach sich ziehen. Doch bei allem menschlichen Verständnis für das bisherige Handeln des Einzelnen, habe ich hier Interessen abzuwägen.  Eine Abwägung, die die Ihre gewesen wäre und die zu machen sträflich versäumt haben.

Denn auch die Auswirkungen Ihrer, durch Furcht vor möglichen Repressalien von Ihnen erzwungenen, Entscheidungen sind ja existentielle. Und sie treffen weitaus mehr Menschen. Menschen, die keine Möglichkeiten haben, die Folgen Ihrer Fehlhandlung abzumildern. Menschen, die die materiellen Folgen Ihrer Entscheidung in keiner Weise mehr auffangen können. Für diese Menschen geht es nicht nur um eine Herabstufung, um Einkommenseinbußen. Diese Menschen brechen unter den Lasten, die ihnen von Ihnen aufgebürdet werden zunehmend zusammen…

Dem muß Einhalt geboten werden.

Offener Brief an alle „Funktions- und Mandatsträger“.Teil 1

Ich spreche Sie alle, die in dieser Stadt in verantwortlichen Positionen tätig sind, nun noch einmal in Ihrer Gesamtheit ebenso wie jeden Einzelnen persönlich und direkt an.

Natürlich weiß ich, dass Sie mein Tagebuch mit einigem Ärger, aber auch großer Sorge mitlesen.

Mit dem gleichen Eifer und Ärger,  mit dem Sie lesen, schweigen Sie beharrlich zu dessen Inhalten, beziehen keine Stellung, beantworten keine darin gestellten Fragen.  Stellungnahmen, um die ich Einzelne von Ihnen in persönlichen Anschreiben gebeten habe, wurden nicht abgegeben, Anfragen nicht beantwortet oder mit dem kurzen Satz  „Kein Diskussionsbedarf“ abgetan.  Ich habe das bisher unkommentiert belassen und zur Kenntnis genommen.

Für eine kurze Weile werde ich nun auf dieser Seite darauf verzichten, „die Dinge voranzutreiben“ – wie Sie es nennen würden.

Ich werde mich heiteren und erbaulichen Themen widmen, um uns alle ein wenig zu entspannen, uns beim zur Ruhe kommen und Kräfte-Sammeln zu helfen. Kräfte, die wir brauchen werden, wollen wir die jüngere Vergangenheit mit den 21 Toten,  die Opfer organisierter Verantwortungslosigkeit geworden sind, überwinden. Wenn wir wollen, dass die Wunden unserer Stadt heilen, der Schmerz überwunden wird, wenn wir den Toten und Verletzten gerecht werden und die gegenwärtige Krise verlassen wollen, ohne irreparablen Schaden zu nehmen, dann müssen wir die Kraft für weitreichende Veränderungen aufbringen.

Ich empfehle Ihnen, den Funktions- und Mandatsträgern dieser Stadt, diese „ruhigen Tage“ zu nutzen, um sich hinsichtlich Ihres weiteren Vorgehens, was die Krise dieser Stadt und deren Lösung angeht, zu bedenken und besprechen.

Sie hatten nun 11 Wochen Zeit, sich mit den Problemen, ebenso wie mit den Bürgern  auseinanderzusetzen. Sie haben diese Zeit ungenutzt verstreichen lassen, ja Sie haben durch Ihr Verhalten, durch weiteres Tun, Dulden oder/ und Unterlassen, die Krise erheblich verschärft.

Vieles ist in den vergangenen Wochen hier angesprochen worden und ich habe Ihnen zahlreiche Gelegenheit gegeben, sich grundlegend mit dem Geschehen auseinanderzusetzen und etwaige Kurskorrekturen anzubringen und das Gespräch mit den Bürgern zu suchen. Sie haben es vorgezogen, die Öffentlichkeit, außer zu von Ihnen selbst gesetzten Terminen vor ausgesuchtem Publikum, zu meiden.

Wir mussten erleben, dass Sie stattdessen unbeirrt an Ihren Plänen festhielten, ja ihre Umsetzung gar forcierten…

Mit nem Teelöffel Zucker

Hier. Noch einmal. Weils so schön ist, aber auch, weil ja nicht jeder unserer politischen Möchtegern-Globalplayer des Englischen mächtig ist…

Ich habe viele, viele Gespräche geführt in letzter Zeit.  Wenn eines in ihnen immer wieder zum Ausdruck kam, dann, dass in Duisburg ein erschreckendes Klima der Angst vorherrscht.  Diese Angst ist sowohl in- wie auch außerhalb der Rathausmauern weit verbreitet,  sie hat Menschen in der Verwaltung, bei den städtischen Töchtern, Vereinen und anderen Zusammenschlüssen ergriffen und macht auch vor dem einzelnen Bürger nicht halt. Natürlich ist die Angst innerhalb der Rathausmauern eine andere als die außerhalb.  Die Gründe sind von einander durchaus unterschieden, sind vielfältig und vielschichtig – aber es ist immer Angst, die vorherrscht.

Ich bin deshalb zu dem Schlusse gekommen, daß ich uns erstmal allen ein paar Tage Ruhe gönne, ein paar Tage, in denen ich Ihnen keine neuen Erkenntnisse vermittle, die Aufklärung hier im Tagebuch nicht weiter vorantreibe, als es – auf Grund von Entwicklungen – notwendig ist. Ich sehe, daß viele von Ihnen ersteinmal das bisherige noch „verdauen“ müssen. Der Satz, den ich am häufigsten zu lesen und hören bekam war:  „Das habe ich alles nicht gewußt. Ich hatte keine Ahnung.“  Sie alle vereint der feste Wille,  die politisch Verantwortlichen für die Loveparade zum Rücktritt zu bewegen und der dringende Wunsch, nach umfassender Information über das Geschehen in dieser Stadt, insbesondere, was das Geschehen um verschiedene „Leuchtturmprojekte“ angeht, bei denen sich die  „Geschäftsgrundlagen“ maßgeblich verändert haben bzw. verändert worden sind oder verändert werden sollen. Da es sich hier um existentielle Fragen mit weitreichenden Konsequenzen für die Zukunft handelt, verlangen Sie zu Recht, genaueste Informationen, Dialog und die Möglichkeit erweiterter, direkter Einflussnahme da, wo die Vorstellungen der Ratsfraktionen grundsätzlich von denen der Bürger abweichen.

Ich möchte in den nächsten Tagen vornehmlich diese Ängste abzubauen versuchen und statt des bedrückenden Klimas der Angst eines ruhiger  Gelassenheit zu etablieren suchen.

Manchmal scheint mir vergessen zu sein, daß wir bereits in einem Rechtsstaat leben, daß wir ein Grundgesetz haben und dass wir uns die Demokratie, demokratische Rechte nicht erst erkämpfen müssen. Wir haben sie.  Hier geht es oft, und das ist wirklich schlimm, darum, daß sich viele schon fürchten, überhaupt von ihnen Gebrauch zu machen.  Egal ob Bürger oder Staatsdiener:  beide haben gleichermaßen Angst vor Repressionen, wenn Sie von grundgesetzlich garantierten Rechten Gebrauch machen wollen. Bei „Staatsdienern“ geht die Angst noch weiter:  Sie haben sogar  Angst,  Ihren Verpflichtung, die sie dem Staate gegenüber haben,  aus Angst vor dem unmittelbaren Dienstherren nachzukommen.

Das ist alles zu tiefst bedenklich und alarmierend. Ich habe mich deshalb entschlossen, Sie dahingehend zu stärken, daß Sie erst einmal wieder ein Gefühl dafür bekommen, daß Sie nichts „Unrechtes“ verlangen und daß wir in einem der freiheitlichsten Staaten der Welt leben, dessen Grundrechte in Anspruch zu nehmen Ihnen niemand verwehren darf.  Wenn Sie, wie Sie oft sagen, schon fürchten müssen, daß das anders sein könne,  dann müssen Sie allerdings einräumen,  dass dann um so dringender ein Handlungsbedarf bestünde.  Dann wären wir aufgerufen, diese Rechte zu verteidigen, auf dass unser aller Gemeinwesen,  diese Stadt,  dieser Staat, die freiheitlich-demokratische Grundordnung keinen weiteren Schaden nehme.

Ich bin der Auffassung, daß sich hier niemand fürchten muss. Auch ich nicht. Lio Xiaobo hatte mit jedem Wort, das er schrieb, sprach, Anlass zur Furcht. Dennoch sprach, dennoch schrieb er.  Er will demokratische Rechte.

Wir haben allen Anlass zu reden. Auch, um diese Rechte, die wir schon haben, und für die Andere Tag für Tag in dieser Welt Ihre Freiheit, Ihre Gesundheit, Ihr Leben lassen, nicht zu verlieren.

Sie haben das Recht, zwischen all dem, man Ihnen erzählt und vormacht, nach der Wahrheit zu fragen und zu suchen. Und Sie brauchen sich weder zu fürchten, noch dafür zu schämen, wenn Sie sich nicht so gut auszudrücken wissen, wie die, die Sie hier seit Jahrzehnten mit wohlgesetzen Worten täglich neu über den Tisch ziehen.  Sie sind aufrechte, anständige Menschen. Daß man Ihnen hier ebensolange das Gefühl gibt, Sie seien blöde und hätten die Klappe zu halten, hat lange genug Wirkung gezeigt. Machen Sie sich frei davon!  Sie sind ganz wertvolle, mir sehr sehr liebe Menschen. Ein besonderer Schlag,  mit Herzen aus Gold.  Fürchten Sie sich nicht!

Jetzt also erstmal Seelenkräfte stärken. Unseren „Unverantwortlichen“ möchte ich auch noch etwas schreiben… Gleich…

Die Sonne geht auf

Guten Morgen, Ihr Lieben. Geht es Euch gut? Ich hab wirklich lang, tief und traumlos geschlafen – und fühle mich leicht und beschwingt, im Gleichklang, das ist so ein schönes, gleichmäßiges Fortschreiten jetzt. Kein Marsch.  So etwa.

Ich hab mir was überlegt. Das erzähl ich Ihnen gleich, nach dem Tee. Jetzt nur noch die Information: Der Rat muss dem Verkauf des TaM noch zustimmen. Herr Fritsch irrt sich, wenn er meint, das TaM gehöre ihm schon. Das tut es nicht.  Und ob es das je tun wird – das steht noch längst nicht fest. So wie ich das sehe, gibt es da noch 2 weitere Möglichkeiten. Eine davon ist der „geordnete Rückzug“. Eine Variante, der ich persönlich den Vorzug geben würde…

So. Jetzt mal Tee. Lang ziehen lassen, Sie wissen: Beruhigt. Und für mich gibts dazu ein Brioche Pompadour. Es ist mit Marmelade gefüllt und zur Hälfte mit dunkler Schokolade kräftig überzogen…

Und nach dem Schmaus geht es dann weiter. Für unsere „Unverantwortlichen“ stell ich schon mal den Zucker auf den Tisch.  Bedienen Sie sich.

Cafe Luise

Ich sag`s Ihnen: ich hatte einen wunderbaren Tag. Im Cafe Luise, einem ganz unbeschreiblichen kleinen Cafe in Fuhlsbüttel gibt es ganz unbeschreibliche köstliche Backwaren und transzendente Torten und heute gab es eine besondere niegelnagelneue Creation: Marokkanischer Schokokuss. Ich hab mich dann gleich auch davon hinreissen lassen. Auch ganz unbeschreiblich. Was habe ich das süße Leben genossen! Und 2 Brioche Pompadour hab ich auch noch gekauft und die liegen jetzt hier und gleich mit mir im Bette. Es gibt Dinge, die sind unvergleichlich… Ach,ach,ach… Ich saß in der Sonne und alles war gut. Für ein paar Sekunden hab ich das Elend der Welt vergessen…

Und auch ansonsten war es ein sehr erfolgreicher Tag.  Wie erfolgreich, das werden Sie noch erleben. Da lass ich Sie natürlich dran teilhaben.  Nur nicht sofort. Geduld.  Das Licht der Wahrheit, daß der Rechtschaffene nicht fürchten muss,  werden Manche allerdings als ein Blaues Wunder erleben. …

Für heute aber ist genug.  Schlaft gut, liebe Löwenzähne. Tief und traumlos, das wünsch ich Euch.  Das ist am erholsamsten.  Gut Nacht.

Moin, moin. Der Tag fing gut an.

Eilmeldungen gehen vor, dringende Fragen auch, aber deswegen wollen wir ja das Herzen nicht vergessen. Und? Gut geschlafen, alles frisch? Guten Tag, Ihr Sonnenscheine, Ihr lieben Löwenzähne.

Wie Sie lesen, bin ich schon früh an der Arbeit gewesen. Auch der Herr Krieger ist schon  „in Bearbeitung“,  die Aufgaben sind verteilt – Sie sehen informativen Zeiten entgegen. Ist das nicht schön? Dass es das Internet gibt? Hier bekommen Sie nicht nur zu lesen, was Sie schon immer mal wissen wollten, auch das, was Sie lieber nicht haben wissen wollen: das bekommen Sie gratis dazu.  Heute ist hier im Norden übrigens ein sonniger Tag, den ich nutzen werde.  Das wird ja dauern, bis all die zurückrufen, die mich lieber nicht sprechen wollen – da kann ich mich vom goldnen Herbst noch segnen lassen und ein bißchen spazieren gehen. Eine der ganz großen Übungen : Beim Laufen Denken…

Wenn Sie auch die Gelegenheit haben sollten, den Schreibtisch, den Haushalt, die Arbeit zu verlassen, dann nutzen Sie sie. Gönnen Sie sich eine paar Stunden am Rhein. Fahren Sie mal ein bißchen mit der Fähre von Orsoy, hin und her,  essen ne lekker Currywurst und atmen sich frei…

Und Sie dort, bei der „Duisburg AG“:  Grämen Sie sich nicht.  Sie ahnten ja eh, dass das nicht immer gut gehn kann.  Jetzt ist es eben so weit. Nun kommt  alles mal auf den Tisch, was Sie so angestrengt unter sämtlichen  Decken zu halten wünschten. Aber, wie sagen Sie so gern? : Das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert. Nehmen Sie`s einfach sportlich. Und trösten Sie sich damit, daß kein Übel jemals von Dauer gewesen ist. Auch dieses geht vorbei. Je eher Sie die notwendigen und unumgänglichen Konsequenzen ziehen, um so schneller.

Überraschung!

Haben Sie Lust auf das Theater am Marientor?  Guckst Du hier.

Und wie ich das gestern so las, da dachte ich, Mensch, Mimi – das könnte das TaM sein. Und dann habe ich heute Morgen mal angerufen und gefragt – und richtig:  Der freundliche Herr Fritsch hat mir bestätigt, das ist das TaM! Klar kann er das verkaufen. Gehört ihm ja.  Herr Fritsch sagt, das hat er gekauft. Herr Fritsch ist auch überrascht, daß das alles in Duisburg schon in der Zeitung stand – er wollte doch selbst eine Pressekonferenz machen. Und Herr Fritsch ist der Ansicht, sein Kaufvertrag sei rechtsgültig, das Geschäft ganz abgewickelt – er wisse nichts von einer Ratssitzung im Dezember, in der der  Rat noch etwas zu entscheiden habe. Und wenn ich die weitere Äußerung  „sicher, sonst könnte ich ja mein Geld wieder abziehen“ richtig deute, dann ist solches wohl auch schon geflossen.

Jetzt frag ich Sie:  Wie kann das? Der Mann ist im festen Glauben, er habe einen rechtsgültigen Vertrag,  er hat gezahlt, und er bietet das „Rendite-Objekt“ zum Kauf an. Während unser Informationsstand ist, dass der Rat zu entscheiden hat.  Nochmal:  Wie kann das?

Herr Fritsch hat gesagt, ich möge mich da an Frau Wolf-Kröger „von der Stadt“ wenden.  Was ich soeben getan hab. Mich an die Vorständin der Gebag gewendet. Jetzt warte ich auf den Rückruf.

In der Zwischenzeit, so dachte ich, kann ich Sie ja schon mal informieren. Und auch Sie fragen: Wie kann das ?

Mal schauen, von wem ich zuerst eine Antwort bekomme…

Das darf doch nicht wahr sein…

Nach Mitternacht. Und Sie turnen immer noch hier rum. Jetzt geht es aber mal ruck-zuck in datt Plümmo, Kinners, sonst muss Tante Mimi ma schimpfen. Ihr habt einen zwar wunderschönen, aber auch anstrengenden Kampf zu kämpfen. Da muss man ausgeruht sein. Also: Poppo waschen, Zähnchen putzen, ab na Bett.

Natürlich geht  es weiter. Geht es immer.  Für uns: Morgen.

Und wenn auf der innerstädtischen Bühne der letzte Vorhang fällt – dann fällt er gewiss nicht für uns.  Das verspreche ich Ihnen.

Gezz abber ab!

Für die Nachtschwärmer

Freuen Sie sich über das Heute erreichte, den Mut den sie fanden, die Bänder, die sie knüpften.  Und :  Schlafen Sie wohl. Träumen Sie schön. Sie haben es sich verdient. Wir sind ein gutes Stück vorangekommen.

Schlecht schlafen – das tun mittlerweile Andere. Und die haben auch allen Grund dazu.

Immersatt

Auch wenn ich hier mit Hochdruck an einigen anderen „Zusammenhängen“ arbeite, will ich doch nicht versäumen, auf die Probleme von „Immersatt“ aufmerksam zu machen. 1000 Frühstücke und 180 Mittagessen pro Tag für Kinder, denen es auch ansonsten an Allem mangelt,  stehen in der Gefahr, nicht mehr ausgegeben werden zu können. Da müssen wir natürlich helfen. Und werden das auch tun. Dazu erschien allerdings folgender Artikel: Hier.

Oberbürgermeister Sauerland , immer auf der Suche nach „Normalität“ ist also irgendwie bei Immersatt angekommen und  „warb auch im Namen aller Ratsfraktionen für Spenden an den gemeinnützigen Verein und appellierte an die Duisburger Bürger: „Bitte nehmen Sie Immersatt bei den Spenden zur Weihnachtszeit und 2011 verstärkt in den Fokus. Damit Immersatt auch für das nächste Jahr planen kann.“  Abschließend stellt er dann fest:

„Wir können ruhigen Gewissens sagen:  Das Geld kommt richtig an!“

Das ist ja schön, daß auch Herr Sauerland – einmal mehr – ein gutes Gewissen hat.  Worin das gründet, vermag ich allerdings auch hier nicht mehr zu sagen.  Für Immersatt jedenfalls geben er und die seinen keinen Pfennig und wenn einige Mägen nicht mehr knurren, ist das jedenfalls nicht sein Verdienst.  Dass dort ander Leuts Geld richtig ankommt – dafür braucht er nicht den  „Generator“ zu geben.  Ich will hier gar nicht mehr von den Kosten reden,  die das Entlastungspapier der Kanzlei Heuking verursacht hat. Ich kann darüber auch nicht schreiben, weil das ja alles vom Rat der Stadt in nichtöffentlicher Sitzung „abgehandelt“ wurde.  Einmal mehr hinter dem Rücken der Bürger Regelungen getroffen wurden. (Aber wo wir gerade dabei sind:  Welche Rechtsgrundlage hatte eigentlich die Entscheidung, das nicht öffentlich zu behandeln? Würden Sie das mal erläutern, was daran eigentlich der Geheimhaltung unterliegt? Ich finde, das ist von ganz erheblichem öffentlichen Interesse.) Ich will über etwas anderes reden :

Der Oberbürgermeister wendet sich hier im Namen aller Ratsfraktionen an die Bürger und fordert zu stärkerem Spendenengagement auf.  Das mag ich  nicht unkommentiert im Raume stehen lassen.

Diese Aufforderung kommt nämlich von jenen, die sich nicht genieren, nach jeder!!! Wahl  „einen kräftigen Schluck aus der Pulle“ zu nehmen und sich selbst die  Fraktionsgelder erhöhen.

Jetzt richte ich mal einen Aufruf an die Ratsfraktionen und den Oberbürgermeister:

Greifen Sie mal großzügig in ihre Fraktionskassen!

Das ist auch das Geld der Bürger – und sie können sofort darüber verfügen. Das haben Sie uns ja schon aus der Tasche gezogen. Die Bürger brauchen ihre ermunternden Worte nicht!  Wir teilen ohne Ihre Aufforderungen noch unser letztes Hemd – vorausgesetzt, man nimmt es uns nicht auch noch ab. Wir sind übrigens auch in Ehrenämtern tätig, für die wir noch Geld mitbringen, während Sie alle sich Ihre, teils fürstlich, entlohnen lassen. Falls man da von „Ehrenamt“ bspw. bei den Bürgermeistern, überhaupt reden kann.  Allein das, was Sie sich Ende des letzten Jahres,  nach der Wahl, zügig an Fraktionsgelder in schamloser Weise obendraufsattelten,  dürfte reichen, Ihren Aufruf an uns überflüssig zumachen.  Spenden Sie es!  Zunächst hatten Sie ja eine Erhöhung von 20 % beschlossen, aber das hat dann selbst den Regierungspräsidenten aus den Schlappen gehauen und Ihnen Tadel eingebracht.  Hier. Ich hatte übrigens damals schon dazu etwas geschrieben. Hier.

Wieviel am Ende dann für Sie dabei rumgekommen ist, das wissen wir, die Bürger „natürlich“ nicht.  Darüber wurde dann nie mehr geredet. Es wird aber allemal reichen, dass Sie „eigeninitiativ“ werden und dafür sorgen können, daß kein Kind hungrig bleibt.

Sie sind die Allerletzten, die uns appellieren könnten! Wir wissen auch ohne Ihre Aufforderung, was Nächstenliebe ist – und stellen es immer und immer wieder eindrucksvoll unter Beweis.  Der Ihre steht allerdings bis heute aus – wohingegen Sie mehrfach sehr eindrücklich bewiesen haben, daß Sie sich selbst sehr gut zu bedienen wissen. Parlamentarisch-Demokratisch, versteht sich…

update: Achten Sie links in dem Artikel „der Westen“ auf das „Kleingedruckte“:

Zuschüsse

Das zahlt die Stadt

Laut Bezirksregierung wird der Stadt-Etat durch die Erhöhung der Zuschüsse dieses Jahr um 38.000 Euro und 2010 um 151.000 Euro zusätzlich belastet. 2006 wurden 1,252 Millionen an die Fraktionen gezahlt, 2008 waren es 1,282 Millionen. Für dieses Jahr sind 1,417 Millionen eingeplant, für 2010 sollen 1,531 Millionen Euro an die Fraktionen fließen. Laut Bezirksregierung lagen die Fraktionszuwendungen 2006 pro Einwohner bei 5,24 Euro. Der Mittelwert vergleichbarer Städte lag dagegen nur bei 4,77 Euro.

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