Danke, Herr Augstein !

Während ich sprachlos das Geschehen noch betrachtete, hat einer schon ausdrücken können, was ich noch nicht vermochte.  Hier.

Was mich am  Meisten aber schockiert hat, über all die persönlichen Niederträchtigkeiten hinaus, die die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Gedicht in den Hintergrund treten lassen bzw. ersetzen sollen,  das, was mich so sprachlos macht(e),  ja nachgerade schockiert,  das ist ( neben den diskriminierenden  „Kommentierungen“,  die auf das Alter von Herrn Grass „zielen“)  die Tatsache,  daß mehrere „Kommentatoren“ (unwidersprochen) in Abrede stellen,  daß es sich bei dem in der Diskussion stehenden Werk um ein Gedicht handelt.  Vielfach wird dies sogar explizit bestritten,  das Gedicht wird als  „bloßer Brief“ oder als „schriftliche Meinungsäußerung“  abfällig betitelt – und abgetan.

Das muss man sich vorstellen:

Einem vielfach ausgezeichneten Literaten, einem Nobelpreisträger,  wird bestritten,  daß das, was er schrieb, überhaupt ein Gedicht seie!  Das! widert mich an –  und es lässt mich grausen.

Da sollten Sie mal drüber nachdenken,  Sie,  die Sie sich als  „geistige Elite“ verstehen und sich auf solche Art „artikuliert“ haben.

Anmerkung am Abend

Ich las gerade das hier.

Zitat:  „Unterdessen kommt Kritik von der gleichnamigen Initiative Neuanfang für Duisburg. Dessen Sprecher Theo Steegmann betonte gegenüber Radio Duisburg, dass er Michael Rubinstein keine realistischen Chancen ausrechne. Man sehe daran, dass dahinter nichts anderes stehen würde, als die Person Werner Hüsken selbst und seine Sehnsucht sich zu profilieren“.

Ich möchte dazu folgendes anmerken:

Wer so völlig intransparent handelt,  wie Herr Steegmann und die von ihm  „geleitete“ Initiative,  wer  die Gelegenheit hatte,  einen Kandidaten zu benennen und darauf verzichtet, der sollte tunlichst davon Abstand nehmen,  die Entscheidungen anderer zu bewerten und im Besonderen,  diese in der Öffentlichkeit (und in der Nichtöffentlichkeit) herabzusetzen.

Ganz ganz schlechter Stil,  Herr Steegmann,  den Sie hier in jeder Hinsicht pflegen.

Die Interessen der vielen tausend Duisburger, die sich von einem Neuanfang etwas anderes versprochen haben,  als Ihre lapidare Feststellung,  der sei ohne Kommunalwahl nicht möglich, vertreten Sie meiner Auffassung nach nicht (mehr).

Sie sollten sich auch nicht weiter als  „die“ Initiative begreifen und darstellen, – das war sie nie.  Sie war ein Zweckbündnis unterschiedlicher Initiativen.  Die Interessen der Bürger vertritt jedenfalls derzeit Herr Hüsken,  was immer Sie von ihm halten mögen (und was im Übrigen gar nichts zur Sache tut),  deutlich mehr und transparenter als  Sie.

Das Allerletzte.

Das hier,  das ist das Allerletzte! Eine ganz neue Art der Volksverarschung …

Ich hätte nicht angenommen, daß die Bürger von irgendjemandem noch tiefer ge- und enttäuscht werden könnten,  als von ihren gewählten Vertretern.   Sie, meine Herren „Vorstände“ haben für mich mit der heutigen Meldung ganz neue Maßstäbe gesetzt…

IM Jäger lässt prüfen …

Ich hoffe,  Sie haben das nicht überlesen. Hier.

„Duisburgs SPD-Parteichef Ralf Jäger erklärte gestern, es werde geprüft, die OB-Wahl in Duisburg zusammen mit der Landtagswahl am 6. Mai stattfinden zu lassen.  „Es gibt aber Fristen, die einzuhalten sind.“

Das würde ihm natürlich schon sehr gut in seinen spezialdemokratischen Kram passen, dem Herrn Jäger, wenn er das, was er schon in „trocknen Tüchern“ glaubt, jetzt auch noch ganz ganz flott „verLinkt“ bekäme.

Am Besten so flott,  dass kein unvorhergesehener, unabhängiger (und damit für einschlägigen Kreise unkontrollierbarer)  Kandidat ausreichend Zeit findet,  sich den Bürgern bekannt zu machen…

Erst verschleppen, rauszögern, dann die vermeintliche Gunst der Stunde nutzen wollen, um tüchtig zu beschleunigen…

Nur zu,  Herr Jäger,  nur zu.

Sie werden auch schon noch merken, daß das da,  am Ende des Weges,  kein beschränkter Horizont ist,  sondern die Mauer am Ende der Sackgasse,  in der Sie grade so lustvoll Vollgas geben…

Grüße an Herrn Rubinstein

Dieses Marionettentheater muß ein Ende haben! Und zwar zügig! Fristen drohen, Eile ist geboten!

Werter Herr Rubinstein,

ich bitte Sie,  unabhängig von der „Findungsverhinderungskommission“,  eine eigenständige Kandidatur für das Oberbürgermeisteramt ernsthaft zu erwägen.  Die Rechnung derer, die hier seit Monaten an sämtlichen  Strippen ziehen,  darf nicht aufgehen.

Es war zu befürchten,  dass man den gesamten Findungsprozess solange hinauszögerte, dass einem wahrhaft unabhängigen Kandidaten kaum noch die Zeit bliebe, die erforderlichen Unterstützerunterschriften zu einer  eigenständigen Kandidatur zu sammeln.

Fassen Sie sich bitte ein Herz.  Und pfeiffen Sie auf den „Konsens“ mit zweifelhaften „Findern“. Das hat nichts mit „spalten“ zu tun – die Stadt ist längst gespalten und der Riss geht nicht durch das Rathaus, wie man meinen könnte,  er verläuft zwischen den Bürgern und denen, die sie so schlecht vertreten.  Ein Oberbürgermeister, den die Bürger als ihre erste Wahl erfahren und begreifen können – und nicht als Vertreter „seiner“ Partei kann unendlich viel Vertrauen schaffen.

Unterstützung,  Konsens, und den notwendigen Rückhalt, – den werden Sie zuverlässig bei den Bürgern Duisburgs finden,  die sich nichts sehnlicher wünschen, als einen unabhängigen, aufrechten Streiter für ihre Interessen,  einem Menschen,  dem Sie Vertrauen können, bei dem sie Gehör finden, ihre Belange gut aufgehoben wissen,  der sie informiert und so vorbildlich repräsentiert.

Ich bin sicher, wenn Sie für die Bürger kandidieren,  jetzt ein völlig befreites „Ja“ sagen können,  werden die Unterstützerunterschriften schneller gesammelt sein,  als die Fristen ablaufen…

Ehre, wem Ehre gebührt

Nachdenkseiten :

“  Dem Gesetz nach gibt es keine Regelung, wer über die Frage zu entscheiden hat, ob einem zurückgetretenen Präsidenten der Ehrensold zusteht. In der Praxis hat es sich eingebürgert, dass diese Entscheidung vom Bundespräsidialamt getroffen wird.

Diese Regelung ist vor allem in der Causa Wulff nicht hinzunehmen.

Der Chef des Bundespräsidialamtes ist ein gewisser Lothar Hagebölling. Hagebölling wurde im Juni 2010 von Christian Wulff in diese Position befördert. Zuvor war er Chef der Staatskanzlei des Landes Niedersachsen und somit ein direkter Vertrauter von Wulff. Dass Hagebölling seinem Förderer nicht den Ehrensold verweigert, ist natürlich klar. Einen besonderen Hautgout hat in diesem Zusammenhang auch der Umstand, dass Hageböling als ehemaliger Chef der niedersächsischen Staatskanzlei – z.B. wegen des Nord-Süd-Dialogs – selbst im Fokus der Ermittlungen steht. “

Grenzen

Las ich gerade:  “ Die Grenzen verlaufen nicht zwischen Ländern, sie verlaufen zwischen arm und reich.“

Lassen Sie sich nicht täuschen, über das, was tatsächlich geschieht.  Und helfen Sie, wenn Sie können.  Direkt.

Ohne uns. Wieder mal.

Scheinheiliger. ( update:  Oder nicht? )

Die „Bild“ hat ihren Wunschkandidaten also doch noch durchgesetzt…  Mit Verspätung, dann aber im Eiltempo…

Mir hätten Selbstachtung ebenso wie Anstand verboten, mich unter den gegebenen Umständen, von solchen Medien wie Menschen ins Amt hieven zu lassen.  Da muss schon eine Menge persönlicher Eitelkeit im Spiel sein,  wenn ein Mensch sich derartig in die Manege treiben lässt…

(update:  ich erhoffe,  dass Herr Gauck zu all diesen Vorgängen noch vor seiner Wahl deutlich Stellung bezieht.  Dass er „die Würde des Amtes“ noch vor einer etwaigen Berufung wiederherstellt, in dem er zu diesem unwürdigen politischen Geschachere, (das die Bürger stets ausschloss) und zu dem allgegenwärtigen „medialen Massenbeschuss“ (dass die Bürger blöd hält) deutlich Stellung bezieht.  Das! schafft Vertrauen der Bürger in ihren höchsten Repräsentanten.  Vertrauen wieder herzustellen,  bei den Bürgern ! dieses Landes , das muss die Aufgabe des nächsten Präsidenten sein.  Wie immer wieder betont wird,  hat der Bundespräsident „nur“ die Macht des Wortes.   Von dem nächsten höchsten Repräsentanten dieses Volkes erwarte ich mir, daß er von dieser Macht endlich einmal Gebrauch macht, und seine Stimme erhebt für dieses Volk , welches er repräsentieren soll und nicht  für die wirtschaftlichen und politischen Eliten dieses Landes.  Gerade weil es sich nicht mehr repräsentiert fühlt von seinen gewählten Vertretern,  die sich von der Wirklichkeit in diesem Lande immer mehr zu entfernen scheinen.  Ich erwarte von einem Bundespräsidenten, daß er nicht nur ein Repräsentant  im Äußeren ist,  sondern auch ein Repräsentant des Volkes im Inneren ist.  Weil dies notwendig ist.  Weil es wenigstens einen Menschen in diesem Lande geben muss, den die Bürger als  Fürsprecher für Ihre Belange noch empfinden können, wenn schon das Vertrauen in die  gewählten Vertreter  so sehr gelitten hat,  daß sie an deren Verständnis von  Demokratie  verzweifeln.  Weil diese „marktkonforme“  Demokratie ihre materielle und seelische Existenz bedroht und sie zumindest eines wortmächtigen Fürsprechers bedürfen.

Wir brauchen einen „Bürgerpräsidenten“ – das ist meine tiefe Überzeugung.  Einen, der bereit und fähig ist,  denn wirtschaftlichen und politischen Eliten dieses Landes die Leviten zu lesen. Einen, der sich nicht scheut,  deutliche Worte zu reden – und sich nicht instrumentalisieren lässt.

Einen,  der auch Gegenkandidaten hatte,  als er  „zur Wahl“ stand. )

Wenn die Piraten doch bitte bitte bitte diesen vorschlagen würden…